Bevorzugte Bezahlmethoden europäischer Konsumenten und Sicherheitsniveau

23.09.2014

Geldbörse

Obwohl wir in Europa eine einzige Währung und gemeinsame Zahlungsarten haben, bleiben die Kulturen und Gewohnheiten im Wesentlichen lokal, wenn es um Zahlungen geht. Obwohl die bevorzugten Bezahlmethoden von einem Land zum anderen abweichen können, ist es interessant zu bemerken, dass alle Verbraucher ähnliche Bedenken haben, von denen Sicherheit am wichtigsten ist.

Unterschiedlich Vorlieben, gleiche Bedenken

In Deutschland war für viele Jahre die Abbuchung die hauptsächliche Zahlungsmethode, während in Frankreich im Jahr 2005 Zahlungen per Bankkarte die Zahlungen per Scheck überholten. Frankreich und England bleiben jedoch die größten Nutzer von Schecks in Europa. Der weltweite Führer bei Zahlungen per Scheck sind die Vereinigten Staaten mit 80 Schecks pro Einwohner und Jahr.
Einige Länder wie Belgien haben es sogar geschafft, Zahlungen per Scheck völlig abzuschaffen, die als veraltet und zu teuer für alle involvierten Parteien im Markt angesehen wurden. Andere Länder wie Spanien und Italien haben starke Kulturen der Barzahlung.
Wenn europäische Händler ihre Bedürfnisse und Erwartungen ausdrücken, ist regelmäßig die Sicherheit von Online-Zahlungen die vordringlichste Sorge: Das Risiko von bestrittenen Ansprüchen und Nichtzahlung zu reduzieren, das Betrugsrisiko zu vermeiden, Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit des Prozesses zu heben.
Die Zunahme von Online-Betrug bleibt eine Hauptsorge der Marktteilnehmer, die regelmäßig sagen, dass er in Europa stark zunimmt, obwohl er sich in bestimmten Märkten in Prozent ausgedrückt stabilisiert, wie in Frankreich.

Die Zunahme von alternativen Zahlungsarten

2012 waren an 43 % der Online-Zahlungen alternative Zahlungsmethoden beteiligt (vor allem elektronische Geldbörsen, Einzugsermächtigungen und Banküberweisungen). Zwischen jetzt und 2017 sollten alternative Zahlungen 59 % der Vorgänge ausmachen oder 6 von 10 Online-Zahlungen.
In diesem Zusammenhang und mit den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen von SEPA erscheint die Zahlung vom Bankkonto (SEPA-Einzug) als attraktive Alternative für regelmäßige Käufe für sowohl Verbraucher als auch Händler. Abbuchung vom Bankkonto wurde von Verbrauchern für Abonnement-Zahlungen und regelmäßige Käufe angenommen.

Derzeit bevorzugen zwischen einem und drei Kunden von vier diese Alternative zu Kreditkarten. Für Händler trägt auch die größere Einbeziehung des Verbrauchers in den Kaufprozess verbunden mit geringem Betrugsrisiko im Vergleich zu Bankkarten zu seiner zunehmenden Verwendung online bei. Händler schätzen die Tatsache, dass Bankkonten kein Ablaufdatum haben, und sie haben eine signifikante Abnahme bei der Anzahl der fehlgeschlagenen Transaktionen im Vergleich zu Bankkarten gesehen (bis zum 3,6-fachen pro Monat), sowie eine Zunahme der Kundenbindung (bis zu 4,8 Mal länger).

Sicherheit und der Kampf gegen Betrug

Zwei Standards, die ursprünglich für Zahlungen mit Bankkarte gedacht waren, helfen dabei, die Probleme des Maktes zu adressieren: PCI DSS und 3D SECURE.
PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standards) machten es möglich, Informationen über Zahlungen mittels Bankkarte als sensible Daten zu identifizieren.

Seither werden diese Daten von zugelassenen und überwachten Dritten gespeichert, um zu verhindern, dass die Daten kompromittiert werden. Ereignisse in den letzten Jahren zeigen eine Notwendigkeit zur Verstärkung der Sicherheit an (Heartland Payment Systems 2009, Sony Playstation Network 2011, Target Group 2013 usw).

3D SECURE zeilt darauf ab, Zahlungsvorgänge durch Verbraucherauthentifizierung zu sichern. Nach zunächst schwacher Annahme und dem Test verschiedener anderer technischer Lösungen durch die Banken ist heute der Einmal-Code die meist genutzte Authentifizierungsmethode in Europa.
Diese Standards sollten logischerweise auf alle Online-Zahlungsmethoden ausgedehnt werden. In der Tat hat die Europäische Zentralbank (EZB) Empfehlungen herausgegeben, um die Sicherheit von Fernzahlungen zu stärken, und empfiehlt ab 1. Februar 2015 starke Authentifikation für alle Zahlungsmethoden.
Was insbesondere SEPA-Abbuchungen und Überweisungen betrifft, bedeutet dies, dass alle im Markt beteiligten Parteien (Banken, Zahlungsdienstleister, Firmen und ihre IT-Lieferanten) jetzt Bankdaten (IBAN-Nummern) als sensible Daten betrachten sollen, die sie nicht mehr in ihren IT-Systemen speichern sollten. Diese Empfehlungen stellen einen neuen Schritt dar hin zu der universellen Annahme einer virtuellen Box für sichere Speicherung von sensiblen Zahlungsdaten mittels eines Tokens.
Weitere gute Nachricht, der europäische Standard für Abbuchung erlaubt es in der Tat, jeden Verbraucher mittels einer eindeutigen Referenz zu identifizieren, der UMR (Unique Mandate Reference).

  • [1] Quelle: statistics from STET clearinghouse
  • [2] Quelle: Banque de France – Check Usage Market Study
  • USA: 79 checks / inhabitant / year – FR: 51 checks / inhabitant / year – UK: 21 checks / inhabitant / year
  • [3] Quelle: 2013 Annual Report of the Banking Card Observatory
  • [4] Quelle: „Alternative Payments 2nd Edition“ report (WorldPay), p. 10
  • [5] SlimPay client case studies – September 2014
  • [6] SlimPay client case studies – statistics August 2014

[7] Links:

[8] See recommendation No. 7 of the document Recommendations for the security of  Internet Payments (European Central Bank)

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