3 Kriterien für Ihre Online Payment-Strategie

Publiziert: 20 April 2017

online payment

Der Onlinehandel boomt enorm. Das Jahreswachstum in Deutschland hat sich 2016 um 12% gesteigert und soll in 2017 weiter steigern und 58 Milliarden Euro erreichen. In 2016 haben die Deutschen über 100 Milliarden Euro online ausgegeben. Insgesamt wird der Ecommerce Umsatz auf knapp 500 Milliarden zu steuern.

Es ergeben sich stetig neue Möglichkeiten und erfolgversprechende Perspektiven für Online-Händler, dennoch müssen sie eine wichtige Herausforderung berücksichtigen : die Konversionsrate zu optimieren. Fast jeder Online-Shop hat mit Warenkorb-Abbrüchen zu kämpfen – das liegt laut einer Studie von Statista hauptsächlich an der fehlenden bzw. nicht passenden Zahlungsart (70 Prozent der Kunden verlassen den Warenkorb, ohne den Bestellvorgang weiter fortzuführen).

Entdecken Sie hier wie Online-Händler die richtige Entscheidung zur passenden Zahlungsart treffen können um online erfolgreich zu sein.

3 Kriterien die Sie bei der Auswahl von Zahlungsarten berücksichtigen sollten

Kriterium 1 : Kaufverhalten für Konsumgüter

Die digitale Welt hat das Online-Angebot stark beeinflusst. Insbesondere für Konsumgüter hat sich das Kaufverhalten seit einigen Jahren verändert. Aktuell gibt es zwei unterschiedliche Arten Produkte oder Dienstleistung zu kaufen oder zu nutzen:

Der pünktliche oder episodische Kauf eines Produkts oder Dienstleistung (Zum Beispiel Fernseher, Autos usw.) In diesem Fall können tatsächlich mehrere Zahlungsmethoden für einmalige Zahlungen genutzt werden: e-Wallet, Kauf auf Rechnung, PayPal, SOFORT-Überweisung… Je mehr Zahlungsoptionen man dem Kunden anbietet, desto  größer die Chancen das Lieblingszahlungsverfahren zu treffen und damit den Kaufabbruch zu verringern. Aktuell bieten Online-Shops im Durchschnitt 6,1 Zahlungsarten an. Wer neue E-Payment-Lösungen anbietet, muss sich zunehmend höheren Herausforderungen stellen, den Zahlungsverkehr sicherzustellen.

Durch Abo-Modelle oder auf Leistungen on Demand (Pay-as-you-go), was mit wiederkehrenden Zahlungen verbunden ist sowie beispielsweise Subscription Video on Demand (SVOD) oder Subscription für einen Elektrogerät-Miet-Service. Da können zwar alle oben genannten Zahlungsoptionen umgesetzt werden wobei alle Zahlungsverfahren nicht für wiederkehrende oder regelmäßige Zahlungen zugeschnitten sind. E-Wallet und Kreditkarte können in diesem Fall verwendet werden wobei das Lastschriftverfahren Hürden, wie z.B. beschränkte Laufzeit, Zahlungslimit nicht kennt. Die Lastschrift bietet diesbezüglich deutliche Vorteile für langfristige Kundenbindung. Sie gilt bei Abo-Modellen als die sicherste Zahlungsart laut eine Studie von Elabe.

Letztlich soll die Zahlung für Online-Shopper und Händler vereinfacht werden. Je nachdem Ob es sich um eine einmalige oder um wiederkehrende Zahlungen handelt, sollte die Zahlungsmethode angepasst werden.

Kriterium 2 : Zielgruppen Merkmale

Je nach Altersgruppe ändern sich die Payment-Vorlieben. Vor allem bei Millennials,  die Generation der digital Natives die viel Wert auf geschmeidige, praktische und sichere Nutzererfahrung legt. Sie stehen daher besonders auf innovative Bezahlmöglichkeiten wie E-Wallets.

Bei der Internationalisierung eines Angebot, sollten man auch die lokalen Vorlieben und Gewohnheiten im Zahlungsverhalten berücksichtigen. In den Niederlanden zum Beispiel wird die Zahlungsmethode iDEAL am meisten Online benutzt. Sich dem Markt nicht anzupassen kann die Konversionsrate direkt betreffen.

Sie möchten im europäisches Raum verkaufen? Dann können Sie dank der SEPA Richtlinien Lastschriften europaweit (bzw. in 34 Ländern) online einziehen, für einmalige und wiederkehrende Zahlungen.

Kriterium 3: Anwendungskosten und Technischer Vorteil

Einen Payment Service Provider (PSP) anzubinden ist häufig mit höheren Kosten verbunden. Da sollten Sie sicherstellen dass sie alle Ressourcen zu Verfügung haben – von personeller bis hin zu finanziellen Ressourcen, die für eine gute Integration und Verwaltung der ausgewählten Bezahlmethoden notwendig sind.

Der optimale Mix aus verschiedenen Zahlungsverfahren soll dafür sorgen die Konversionsrate und das Transaktionsvolumen zu steigern dadurch die Kosten zu rentabilisieren (incl. fixed Kosten und Gebühren der abgewickelten Transaktionen).

Mit Hilfe der digitalen Tools werden Zahlungen, ausgefallene Transaktionen oder das Sammel von Daten nicht mehr manuell durchgeführt sondern automatisiert. Die Automatisierung nimmt in vielen Feldern zunehmend an Bedeutung zu. Ein effizienter Zahlungsprozess sollte also Optionen anbieten, welche die Bearbeitung der Kundendaten und der Transaktionen sowohl im Rahmen der Bankabstimmung für die Buchhaltung, als auch für die Marketing-Abteilung vereinfacht. Darüber hinaus lassen sich spezielle Tools dieser Art in ihre CRM Plattform integrieren. So geht keine wertvolle Zeit verloren und alle Daten werden in einem Tool zentralisiert.

Mehrere Zahlungsverfahren anzubieten reicht heutzutage nicht, um eine gute Payment-Strategie zu etablieren. Hier spielen nicht nur die Kundenzufriedenheit und Erfahrung ein wichtige Rolle, sondern ebenso Einfachheit und Effizienz beim Händler um sein Geschäftsmodell entsprechend zu unterstützen . Die Auswahl von Zahlungsverfahren ist nicht einfach aber es zahlt sich am Ende aus, vor allem Aufgrund des E-Commerce haben Unternehmen Ihre Vertriebs-und Marketingstrategien neu angepasst. Das Payment kann mittlerweile als das fünfte P des Marketing-Mix (Product, Price, Place, Promotion) genannt werden, denn es ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Online-Verkauf.

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